Mandler 35mm f/2 "7 Elements": Erster Eindruck
Es gibt Objektive, die kauft man rein aus Vernunft – und es gibt Objektive, die kauft man für den besonderen Look. Das neue (oder alte – je nachdem, wie man es betrachtet) Mandler 35mm f/2 '7 Elements' in unserem Arsenal fällt definitiv in die zweite Kategorie.
Genauso wie wir uns in den letzten Jahren als Architektur- und Baustellenfotografen weiterentwickelt haben, hat sich auch unsere Betrachtungsweise zu unserer Ausrüstung verändert. Weg von der rein technischen Perfektion, hin zu mehr Charakter. Weg von riesigen, schweren Objektiven mit extremen Offenblenden und pfeilschnellem Autofokus, hin zu Altbewährtem oder spannenden Nischen-Objektiven.
Bildcharakter, Farben und vor allem Kompaktheit haben bei uns massiv an Stellenwert gewonnen. Gerade im rauen Baustelleneinsatz, wenn man zwischen Gerüsten und Rohbauten flexibel bleiben muss, ist uns eine kleine, handliche Linse mit echtem Charakter tausendmal lieber als ein super-offenblendiges, klinisch korrektes Teil. (Den kompletten Überblick unserer bevorzugten Baustellenausrüstung für 2026 heben wir uns noch für einen eigenen Blogbeitrag auf – da gibt es nämlich viel zu erzählen!)
Die Leica-Alternative? Das Mandler 35mm f/2 im Detail
Das Objektiv von Mandler ist ein Nachbau des berühmten Leica 35mm Summicron-M v4 (auch bekannt als "King of Bokeh"). Es soll, wenn man den vielen Berichten in Foren Glauben schenkt, einen sehr ähnlichen Bildlook erzeugen. Kurz nach dem ersten Erscheinen war es direkt ausverkauft. Vor wenigen Wochen war es dann endlich wieder lagernd und wir hatten Glück, eines zu ergattern.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis scheint großartig zu sein: Wenn man bedenkt, dass man das Mandler schon für knapp 350 EUR sein Eigen nennen darf, während das Leica-Pendant schnell mal das Zehnfache kosten kann.
Wenige Tage nach der Bestellung hatten wir das gute Stück auch schon in den Händen. Kein Scherz: Von Hongkong nach Waldegg in gut einer Woche ist schon eine absolute Hausnummer (Shoutout an das Mandler-Team!).
Unser erster Eindruck: Klein, massiv und haptisch ein Traum
Unser erster Eindruck? Mega! Wir haben uns natürlich die silberne Messing-Version gegönnt. Warum? Weil's einfach geil aussieht und sich wertig anfühlt.
Ein richtiges Praxis-Fazit steht noch aus – dazu müssen wir es auf unseren Baustellen erst noch auf Herz und Nieren testen. Aber auf den ersten Blick können wir schon Folgendes festhalten:
Unglaublich kompakt: Die Größe des Objektivs ist ein Wahnsinn – es ist extrem klein und handlich.
Massive Bauweise: Für die geringe Größe ist es relativ schwer, da es ausschließlich aus Metall und Glas besteht. Hier könnten sich viele moderne Hersteller wieder eine Scheibe abschneiden.
Großartige Haptik: Das Feeling ist fantastisch. Besonders der smoothe und leichtgängige Fokusring gefällt uns extrem gut. Wir bevorzugen dieses seidige Fokussieren absolut gegenüber etwas schwergängigeren Modellen (wie wir sie beispielsweise bei Thypoch erlebt haben).
Top Handling: Egal ob adaptiert an unserer Nikon Zf oder klassisch auf der Leica M6 – es macht einfach Spaß.
Wenn die Fotos am Ende mit dieser großartigen Verarbeitung mithalten können, dann haben wir hier wohl ein absolutes Objektiv-Highlight entdeckt. Aber wir wollen es noch nicht allzu sehr hypen – mal sehen, wie es sich demnächst bei Staub, Beton und wechselndem Licht bei unseren Baustellen-Shootings schlägt.
Ein finales Fazit mit vielen Bildbeispielen folgt!

